Mittwoch, 14. Februar 2007

Rund um den Gemüsebau

Löse das Rätsel hier rund-um-den-gemuesebau (htm, 53 KB)

Dienstag, 13. Februar 2007

Fruchtfolge gegen Bodenmüdigkeit

Informationen dazu hier fruchtfolge-gegen-bodenmuedigkeit (doc, 44 KB)

Alles kompostieren?

Prüfe dein Wissen über kompostierbare Abfälle kompostierung1 (htm, 37 KB)

Tipps zum Kompostieren

Kohlenstoffreiche Abfälle, wie Laub, Rinden, Äste, Sägemehl, Stroh verbrauchen die Bodenlebewesen (Mikroorganismen) zum Verrotten der Abfälle mehr Stickstoff als in diesen Abfällen vorhanden ist. Füge daher bei großen Mengen dieses Kompostmaterials zur Stickstoffaufbesserung Horn-, Blutmehle oder Hornspäne zur.

Stickstoffreiche Abfälle, wie Gras, Mist, Brenn-nesseln, Grünmaterial aus dem Garten und Küchenabfälle weisen einen ausreichenden Stickstoffgehalt auf.

Bei großen Grasabfallmengen Algenkalk zuführen (1kg/m )

Treten bei Pflanzen Krankheiten auf, können diese zum Teil durch den Verrottungsprozess zerstört werden. Aber Achtung manche Krankheiten bleiben auch nach dem Kompostierungsprozess gefährlich.

Kompostierbar, denn vernichtet nach dem Kompostierungsprozess:

• Pflanzen mit echtem oder falschem Mehltau
• Schorf bei Obst
• Rost bei Schnittlauch, Bohnen, Birnen, Nelken
• Blattflecken bei Sellerie, Karotten, Chinakohl, Rosen
• Krautfäule bei Tomaten, Kartoffenl
• Grauschimmel und Weichfäule befallene Pflanzen.

Nicht kompostieren Pflanzen mit folgenden Krankheiten:

• Kohlstrünke mit Kohlhernie
• Schnittholz mit Obstbaumkrebs
• Adernschwärze
• Welkekrankheiten (langlebiger Pilz) bei Tomaten, Paprika, Bohnen, Gurken, Astern, Erdbeeren

Pflanzen, die mit diesen Krankheiten befallen sind, gehören in die Mülltonne!

Unkraut vor der Blüte jäten, denn viele Samen bleiben auch nach dem Kompostierungsprozess keimfähig. Vor allem bei kleinen Kompostiermengen, denn dort werden zu geringe Temperaturen in der Umbauphase erreicht.


Für einen Quadratmeter rechnet man einen Eimer Komposterde!


Merke: Grabe Komposterde nie ein, sondern immer oberflächlich ausbringen! Braucht Sauerstoff zum fertig Verrotten!

Nährstoffbedarf, Pflanzenfamilien

Versuche die Gemüsepflanzen nach ihrem Nährstoffbedarf und ihrer Pflanzenfamilie zu ordnen - naehrstoffbedarf-pflanzenfamilien (htm, 33 KB)

Montag, 12. Februar 2007

Regenwurm

Überprüfe dein Wissen über das Bodenleben -> regenwurm (htm, 41 KB)

Bodenarten, Bodentypen

Was man im täglichen Leben als „Erde“ bezeichnet, in der die Pflanzen wurzeln, das nennt man in der Fachsprache Boden.
Darunter versteht man die obersten Verwitterungsschichten. Diese werden unter dem Einfluss von Klima, Pflanzenwelt und Bodenorganismen gebildet.

Der Boden besteht aus

 mineralischen (anorganischen) Bestandteilen 45 %
 zersetzten Pflanzenresten und
 einer Vielfalt von Bodenorganismen (organische Bestandteile) 7 %
 Bodenluft 25 %
 Bodenwasser 23 %

Bodenwasser und Bodenluft sind keine fixen Bestandteile.
Der Wert des Bodens ist weitgehend vom Verhältnis der festen Bestandteile (mineralische und organische Substanzen) zu Bodenwasser und zu Bodenluft abhängig.

Fast immer lassen sich im Boden drei Schichten (Horizonte) unterscheiden:

Oberboden oder Oberschicht: Zone der Humusbildung unter Mitwirkung der Bodenorganismen. In diesem meist durch Humusstoffe dunkel gefärbten Oberboden knapp unter der Pflanzendecke erkennt man kaum ursprüngliches Gestein.

Unterboden oder Mittelschicht: Zone der Gesteinsverwitterung. In ihr reichern sich die Stoffe an, die aus dem Oberboden ausgewaschen werden, ebenso das Wasser in den feinen Bodenporen. (Ober- und Mittelschicht ist die belebte Natur.)

Untergrund oder Unterschicht: Er besteht aus dem nur ganz schwach zersetzten und mechanisch zerklüfteten Ausgangsgestein. (Unterschicht ist die unbelebte Natur.)

Im Ober- und Unterboden spielen sich die Vorgänge der biologischen und chemischen, aber auch der mechanischen Verwitterung ab. Hier zeigen sich sehr deutliche
Zusammenhänge zwischen belebter und unbelebter Natur.


Wir unterscheiden je nach dem Ausgangsmaterial Kalk-, Ton-, Sand-, Löß-, Lehn-, Schotterböden u. a. Wir sprechen in diesem Fall von Bodenarten.

Reine Sandböden sind ebenso selten, wie reine Tonböden. Die einzelnen Böden sind in ihren Eigenschaften wie in ihrer Bearbeitung sehr verschieden. Wir unterscheiden zwischen leichten, schweren und mittelschweren Böden.

Sandboden: leicht, wenig Feinerde, nährstoffarm, durchlässig, leicht zu bearbeiten, erwärmt sich schnell, kühlt aber schnell aus, hält keine Feuchtigkeit.
Verbesserung: Humuszufuhr mit Kompost, Stallmist und Torf.

Tonboden: schwer, viel Feinerde, wasser- und nährstoffhaltend, luftarm, kalt, wenig Bodenleben, schwer zu bearbeiten, bei Trockenheit wird die Oberfläche hart und rissig.
Verbesserungen: Humuszufuhr in Form von Stallmist, Sandzufuhr, Bodenbearbeitung zur rechten Zeit.

Lehmboden: mittelschwer, je nach Feinerdeanteil wird er als sandiger Lehmboden oder lehmiger Sandboden bezeichnet.
Eigenschaften des Lehmboden: nährstoffreich und gut durchlüftet, gutes Bodenleben, Speicherfähigkeit für Feuchtigkeit und Wärme, gut zu bearbeiten, für alle Kulturpflanzen geeignet, idealer Gartenboden.


Auf das Entstehen der verschiedenen Bodentypen hat das Klima entscheidenden Einfluss. Daher entsprechen den einzelnen Bodentypen auch bestimmte Vegetationstypen. Je nach klimatischen Verhältnissen können Oberboden und Unterboden verschieden gefärbt sein.
Zum Beispiel Braunerdeböden sind in Mitteleuropa häufig. Sie entstehen dadurch, dass im gemäßigten, nicht zu feuchten Klimabereich die Bodensalze und Humusstoffe im Oberboden teilweise erhalten bleiben. Dieser bleicht daher nicht aus. Er hat gegenüber dem Unterboden nur eine etwas hellere braune Färbung. Braunerdeböden tragen Wald- und Kulturland. Außer in den Kalkalpen sind sie fast überall anzutreffen.

Zu den wichtigsten Bodentypen zählen außerdem: Bleicherdeböden (Zentralalpen, Böhmischen Masse), Schwarzerdeböden (kontinentalen Steppenländern), Salzböden (Wüsten- und Halbwüsten).


Durch abgestorbene Gräser, Falllaub, vermodernde Pflanzen- und Tierreste werden die dem Boden entzogenen Stoffe wieder zurückgeführt. Unterliegt der Boden aber einer dauernden Nutzung, müssen die entzogenen Stoffe durch Düngung wieder ersetzt werden.

Kompost und Stallmist lockern den Boden auf und wirken sich günstig auf die Durchlüftung und den Wassergehalt aus. Naturdünger wird heute aber immer seltener. Deswegen greift man zu industriell hergestellten Düngersalzen. Zum Auflockern muss dem Boden dann zusätzlich Torf beigegeben werden. Häufig wird auch zerkleinertes Stroh in den Boden eingebracht.

Da das Pflanzenwachstum von der Qualität des Bodens abhängt, ist der Boden die Grundlage unserer Ernährung.


Fachausdrücke:

Bodengare: Idealzustand des Gartenbodens (fruchtbar, feinkrümelig, federt beim Darübergehen, viel Bodenleben, viel Humusanteile, typischer Waldgeruch, Feuchtigkeit und Wärme im Boden).
Mutterboden: ist der ursprünglich belebte Boden.
Humusschicht: wird durch geeignete Kulturmaßnahmen fruchtbar gehalten.
Humus ist die feine schwarze Erde, die durch Verrottung organischer Stoffe entstanden ist - lebendiger Organismus - leicht positiv oder negativ zu beeinflussen.
Dauerhumus: bildet sich tiefer im Boden, da der Humus an der Oberfläche leicht durch Sonne und Regen zerstört werden kann.

Wissensüberprüfung

Teste dein Wissen anhand der folgenden Übungen ....

Freitag, 2. Februar 2007

Gründüngung - Schlüssel zum Erfolg

Kaum eine Kulturmaßnahme bringt so viele Vorteile wie der Anbau von Gründüngungen. Insbesondere im Biogemüsebau, wo Unkrautregulierung, Nährstoffversorgung und die natürliche Regulierung von Krankheiten und Schädlingen eine große Herausforderung darstellen, sind Gründüngungen der erste Schritt zum Erfolg. Um deren Potential zu nutzen, bedarf es jedoch einer sorgfältigen Planung und einer guten Pflege.

10 Gründe für den Einsatz von Gründüngungen
1. halten die Unkräuter unter Kontrolle
2. verhindern Bodenerosion
3. können Nährstoffe vor der Auswaschung bewahren
4. verbessern die Voraussetzungen für einen natürlichen Pflanzenschutz
5. bringen Leben in den Boden
6. verbessern die Bodenstruktur
7. stellen Nährstoffe für die Folgekulturen bereit
8. sind ein günstiger Dünger
9. sichern eine nachhaltige Ertragsfähigkeit
10. ermöglichen zum Teil eine futterbauliche Nutzung

Geeignete Reinsaaten und Mischungen
Gruenduengungssaaten (xls, 20 KB)

Komposteinsatz im Gemüsebau

Kompost
• ist eine günstige Nährstoffquelle
• liefert stabile Humusstoffe
• muss hygienisch einwandfrei sein
• kann als 3-Jahresgabe ausgebracht werden
• Kenntnis und Erfahrung für erfolgreichen Einsatz wichtig


Durch die intensive Bodenbearbeitung im Gemüsebau wird viel
Humus abgebaut. Während die Ernterückstände der Gemüse im aktiven Boden rasch mineralisiert werden, liefern Grünabfallkomposte stabile Humusstoffe, die langsamer abgebaut werden und den Boden längerfristig verbessern. Die Bodenfruchtbarkeit lässt sich durch Einarbeitung der Ernterückstände und gleichzeitiger Zufuhr von Grünabfallkompost wirkungsvoll steigern.
Die hohen Salzgehalte der nährstoffreichen Küchenabfallkomposte stellen im Freiland kein Problem dar. Im gedeckten Anbau und als Beimischung zu Jungpflanzensubstraten sollten nur Komposte aus Grünschnittabfällen verwendet werden, da diese einen tieferen Salzgehalt aufweisen.

Grünabfallkomposte bestehen aus:
• kompostiertem Rasen- und Staudenschitt
• Küchenabfällen
• Holzhäcksel
• zum Teil Pferdemist.
Die Zusammensetzung kann von Anlage zu Anlage und je nach Jahreszeit stark variieren und grosse Unterschiede in der Nährstoffzusammensetzung zur Folge haben.

Hygiene
Frische Grünabfälle erhitzen sich in der Anfangsphase der Kompostierung auf über 60 °C. Temperaturen über 60 °C während einer Woche oder 55 °C während 3 Wochen und die Umsetzung des Kompostiergutes in dieser Phase töten Unkrautsamen, Wurzelunkräuter und die meisten Krankheitserreger und Viren ab. Bei schlechten Kompostierungsbedingungen werden diese Temperaturen nicht erreicht und der Kompost hygienisiert nicht.

Frischkomposte (jüngere Komposte)
• Werden wegen ihrer möglichen stickstoffsperrenden Wirkung im Boden vorteilhaft im Herbst, wenn möglich zu einer Gründüngung, ausgebracht und leicht eingearbeitet.
• Eine leguminosehaltige Gründüngung kann eine Stickstoffsperre für die Folgekultur weitgehend verhindern.
Reifekomposte
• Reifere Komposte, die schon Nitrat mineralisieren, sollten im
Frühjahr ausgebracht werden
• Mit einer N-Wirkung im Boden kann jedoch erst in den Sommermonaten bei warmen Böden gerechnet werden.

Forschungsinstitut für biologischen Landbau, Ackerstrasse, Postfach, 5070 Frick

Karottenanbau

Die Ansprüche der Karotte wie Nährstoffbedarf, Kulturdauer, Anbau, Pflege, Schädlinge, Krankheiten sowie die Erntetechnik und Lagerung werden detailiert beschrieben.

Zwiebelanbau

Die Ansprüche der Zwiebel wie Nährstoffbedarf, Kulturdauer, Anbau, Pflege, Schädlinge, Krankheiten sowie die Erntetechnik und Lagerung werden detailiert beschrieben.Merkblatt-Zwiebel (pdf, 276 KB)

Mischkultur

Alle gängigen Gemüse-, Kräuter- und Blumenarten sind aufgelistet, der passende Mischpartner kann leicht gefunden werden.

Mischkultur (xls, 53 KB)

Mittwoch, 24. Januar 2007

Anbauplanung

Jetzt im Winter hat der begeisterte Gartenfreund Zeit, Überlegungen anzustellen, welche Kulturen in der kommenden Gartensaison im Gemüsegarten angebaut werden sollen.

Folgendes sollte dabei überlegt werden:

Welche Jungpflanzen werden zugekauft, welche selbst gezogen? (Preisvergleiche !)

Wann wird das Gemüse im Haushalt benötigt?

Soll das Gemüse gelagert oder konserviert werden?

Dient es zum Sofortverbrauch?

Wie sind die Eßgewohnheiten der Familie? (Wird Gemüse gerne gegessen, welcher Gemüse wird bevorzugt?)

Die Entwicklungszeit der Kulturen, Reihen- und Pflanzabstände, Fruchtfolge, Fruchtwechsel, Stark- , Schwachzehrer, Mischkulturen, Dauerkulturen, Früh-, Sommer-, Spätsorte, Aussaatform und Aussaatort (Reihensaat, Breitsaat, Dibbelsaat, Frühbeet, Töpfe, Kistchen, Ort- und Stelle) und die Pflanzenfamilie sind Kriterien, die unbedingt für einen guten Gartenplan für den Gemüsegarten berücksichtigt werden sollten.

Anbauplanung - Fruchtwechsel - Fruchtfolge - Mischkultur

Warum sollen wir eine Anbauplanung durchführen?

• höhere Erträge - bessere Ernte
• bessere Boden- und Pflanzengesundheit
• optimaler Nährstoffentzug

1. Fruchtwechsel

Begriff: Wechsel verschiedener Kulturen auf dem Beet im Laufe von mehreren Jahren (3-jähriger oder 4- jähriger Wechsel).

Vorteile:

a) Gesunderhaltung des Bodens durch:

 Tiefwurzler (lockern den Boden in die Tiefe, entnehmen Nährstoffe aus tieferen Schichten), z.B. Erbsen, Bohnen (besitzen außerdem Knöllchenbakterien)
 Flachwurzler: entnehmen Nährstoffe von oberen Schichten, z.B. Kopfsalat, Radieschen
 Gare fördernde Pflanzen (erhalten bzw. fördern die Bodengare) z.B. Salat, Lauch, Zwiebel, Knoblauch (Zwiebel gilt als besonders förderlich für den Boden, er entseucht ihn und fördert die Bodengare!)
 Gare hemmend z.B. Wurzelgemüse (Petersilie ist der größte Zerstörer der Bodengare)

b) bessere Ausnützung der Nährstoffe durch:

 Starkzehrer (Kohl-, Fruchtgemüse)
 Mittelzehrer (Blattgemüse, Wurzelgemüse)
 Schwachzehrer (Hülsenfrüchte, Kräuter)

Achtung es gibt in jeder Gruppe Ausnahmen!

Starkzehrer gehören in den Schlag I bzw. Tracht 1 und benötigen Stallmist.
Mittelzehrer können sowohl Schlag I als auch Schlag II angebaut werden! Sie benötigen eine gute Kompostversorgung.
Schwachzehrer gehören in den Schlag II bzw. Tracht 2 und brauchen keinen Stallmist.

Für den Hausgartenbau genügt diese Zweiteilung der Gemüsefläche nach dem unterschiedlichen Nährstoffbedarf der Gemüsepflanzen.

Vorteile des Fruchtwechsels:

• Bodenmüdigkeit wird verhindert durch Fruchtwechsel und Trachteneinteilung
• Hemmung des Krankheits- und Schädlingsbefalles (viele Krankheiten treten nur auf, weil der Fruchtwechsel zu eng war! Hier muss auch die Familie der Pflanzen berücksichtigt werden vor allem bei Kreuzblütler bezüglich Kohlhernie!)
• durch Fruchtwechsel wird verhindert, dass spezifische Pflanzenschädlinge und Krankheiten auftreten.

2. Fruchtfolge

Das Aufeinanderfolgen verschiedener Gemüsearten auf einem Beet in einem Gartenjahr bezeichnen wir Fruchtfolge.

Wonach richtet sich die Anzahl der Kulturen?

• natürliche Voraussetzungen von Klima und Boden
• nach den Überlegungen und Maßnahmen bei Anzucht und Kultur
• zu welcher Zeit das Gemüse im Haushalt gebraucht wird
• nach der Entwicklungsdauer des Gemüses
• nach dem Geschick und Können der Gärtnerin.

Folgende Kulturen unterscheiden wir für die Fruchtfolge:

a) Vorkultur: kurze Entwicklungszeit und unempfindlich gegen Kälte
b) Hauptkultur: beanspruchen das Beet meist am längsten, je nach Anbau Vor- oder Nachkultur möglich!
c) Nachkultur: schnellwachsend, muss Kälte vertragen, kurze oder lange Entwicklungszeit (Sprossenkohl - lang, Kopfsalat - kurz)
d) Zwischenkultur: schnell wachsend, ideale Platzausnützung bis die Hauptkultur den vollen Platz beansprucht. (Gruken - HK, Kopfsalat - ZK)



Die Mischkultur

Verschiedene Arten von Gemüse, Kräutern und manchmal auch Blumen wachsen auf einem Beet nebeneinander.

Vorteile:

• die einzelnen Pflanzenarten fördern sich
• ständige Beschattung des Bodens
• Förderung des Bodenlebens
• mehr Ertrag auf kleinerer Fläche
• weniger Krankheiten und Schädlinge
• Bodenlockerung durch Tief- und Flachwurzler
• mehr verschiedenes Gemüse zur selben Zeit vorhanden - abwechslungsreicher Speiseplan!

Bei der Anlage von Mischkulturen wird häufig auf eine Beeteinteilung verzichtet.

Persönlich habe ich gute Erfahrung mit einem rollierenden System. Ich rücke jedes Jahr um 40 cm mit meinen Kulturen weiter. Somit habe ich einen sehr weiten Fruchtwechsel und immer mein Lieblingsgemüse im Garten!

Mittwoch, 17. Januar 2007

Bodenbearbeitung

Grundsätze der Bodenbearbeitung im biologischen Gartenbau

Oberster Grundsatz ist die Erhaltung der natürlichen Schichtung!
Ziel der Bodenbearbeitung ist den Boden locker zu halten, eine Dauerfruchtbarkeit zu erreichen, das Bodenlebewesen zu fördern und das Unkraut im Griff zu halten.

Außerdem ist für eine optimale Bodenbearbeitung im Biogarten zu beachten:


a) nicht zu früh mit der Bodenbearbeitung im Frühjahr beginnen - der Boden muss zuerst abtrocknen und sich auch ausreichend erwärmen
b) kein tiefes Umgraben - die Bodenschichten geraten sonst durcheinander
c) Boden mit Grabgabel oder Sauzahn lockern
d) ständige Bedeckung des Bodens mit organischer Substanz (Mulchschicht, Kompost, Gründüngung)
e) keine Bodenbearbeitung bei nasser oder kalter Witterung
f) keine schnell rotierenden Geräte oder Machinen einsetzen
g) das Nebeneinanderpflanzen von Tief- und Flachwurzlern ist eine wichtige Ergänzung zur mechanischen Bodenbearbeitung
h) der Regenwurm arbeitet mehr im Boden als alle Geräte zusammen

Interessante Wurmfakten

Wussten Sie, dass .....


a) Regenwürmer drei bis zehn Jahre alt werden!

b) Die Jungen nach 21 Tagen bis mehreren Monaten schlüpfen (je nach Witterungsbedingungen)!

c) Der Regenwurm nach 60 - 90 Tagen geschlechtsreif ist!

d) Regenwurmkot Enzyme enthält, der Krankheitserreger tötet und so zur Bodengesundheit beiträgt!

e) Unter einem Fußballfeld bis zu einer Million Regenwürmer leben, unter Asphalt null!

f) 400 Regenwürmer aus Pflanzenresten, Sand und Ton im Biogarten bis zu ein Kilo Dünger pro qm produzieren und daei drei Kilo Erde umpflügen

g) Regenwurmkot 5 x mehr Stickstoff, 7 x mehr Phosphor und 11 x mehr Kali als die Umgebungserde enthält!

h) Regenwurmkot ist ph-neutral und wirkt daher der Bodenversauerung entgegen!

Also fördern wir unser Bodenleben, indem wir
den Boden ständig bedeckt halten (Grasmluch, Rohkompost, Bebauung, Bewurzelung),
organische Stoffe als Nahrung für das Bodenleben zuführen (Kompost, Gründügung, Mist),
den Boden schonend und richtig bearbeiten, lüften und lockern,
keine chemische Pflanzenschutzmittel verwenden!

Der fruchtbare Gartenboden im Gemüsegarten ist die Grundlage für reiche Ernte und Gartenerfolge!

Besonders wichtig ist die ständige Bodenlockerung, um eine ideale Bodengare zu erhalten.

Vier wesentliche Gründe sprechen für das regelmäßige Bodenlockern:

1. Der Boden wird feinkrümelig und gut durchlüftet - das fördert das Bodenleben und die Wurzelbildung der Pflanze.

2. Unkrautregulierung: durch ständiges Bodenlockern kommt weniger Unkraut auf, es muss weniger oft gejätet werden und weniger Unkraut entzieht dem Boden und in der Folge auch der Kulturpflanze weniger Nährstoffe!

3. Die wertvolle Bodenfeuchtigkeit bleibt im Boden - denn das Bodenwasser bleibt dem Boden besser enthalten, wenn die Oberfläche gelockert wird und dadruch die Kapillarenwirkung aufgehoben wird!

4. Schädlinge - vor allem Schnecken - haben weniger Schlupflöcher! Dem Erdfloh wird ebenfalls entgegengewirkt, denn er liebt harte, ungelockerte Böden!

Fazit: Boden lockern, lockern und nochmals lockern!!

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